Sollte es ein Motto geben, ist dies meines:

"Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein als ein rundes Nichts." Friedrich Hebbel

Welches Genre lest ihr?

Blutkrone; Genre: Historischer Krimi; Verlag: Net-Verlag; ISBN: 978-3-944284-07-1; Preis: 11,95 €; Erscheinungstermin: 24. Juni 2013

Freitag, 5. Oktober 2012

"Hyddenworld"

Autor: William Horwood
Titel: Hyddenworld

Genre: Fantasy


Inhalt:

Jack ist ein kleiner Junge in Riesengestalt. Er stammt aus der Welt der Hydden, die in einer für die Menschen unsichtbaren Stadt unter der Erde liegt. 

Die Geschichte ragt sich um eine Sage von einem Schmied namens Beornamund, der einen sagenumwobenen Gegenstand aus Glas und Metall formte. Vor Zorn über den Tod der Geliebten (Imbolc, bedeutet Frühling) schleuderte er die Kugel in den Himmel, wo die Götter sie in Einzelteile zerschlugen, die den Jahreszeiten entsprachen. Er sammelte die drei Scherben und setzte sie in ein Schmuckstück, aber der Teil, der den Frühling repräsentierte, blieb verschollen.

Die Ankunft des Hydden Jack in der Menschenwelt belebt die alte Prophezeiung die das Schicksal von Hydden und Menschen aneinander knüpft.


Story/Handlung/Dialoge/Spannung/Humor:

Den Leser erwartet eine liebevoll gestaltete Fantasy-Welt. Die Handlung ist schlüssig und ragt sich um eine alte Sage und Prophezeiung und spielt in einer Zeit, in der die Götter nach rachsüchtig und böse waren.

Innerhalb des Buches verwendet der Autor eingene Begrifflichkeiten, die neugierig machen und den Leser in den Bann ziehen. "Wurd" meint dabei Schicksal und ist nahezu brilliant gewählt, weil es die Macht, den Druck und die Pein zugleich verkörpert.

Die Sprache der Dialoge ist präzise auf den Punkt - klare Prosa in fantastischer Form: sehr schön! Einzig das Wort "Quest" zu Beginn jeden Kapitels schreckt vielleicht diejenigen Leser ab, die mit "Rollenspielen" etc. nichts zu tun haben. 

Es gelingt dem Autor Landschaften vor dem geistigen Auge entstehen zu lassen, die den Leser für ein paar Stunden aus dem heimischen Wohnzimmer direkt in die Geschichte befördern.

Auch der Humor kommt nicht zu kurz.

Zum Schluss muss ich noch anmerken, wie wunderschön der Buchdeckel und die Kapitelanfänge gestaltet sind. 

Fazit: Lieber Autor, bitte mehr von solchen Fantasy-Büchern!


Referenz zum Buch: 
 
 http://www.vorablesen.de/buecher/hyddenworld-der-fruehling/leseeindruecke/zauberhaftes-fantasie-epos

Sterne: ***** von *****

Donnerstag, 4. Oktober 2012

"An und für Dich"

Autorin: Ella Griffin
Titel: An und für Dich

Genre: Frauen


Inhalt:

Saffy arbeitet in einer Werbeagentur und ist seit sechs Jahren mit Seriendarsteller Greg Gleeson liiert, der
in einer Daily Soap die Herzen der Frauen höher schlagen lässt.


Am Valentinstag erwartet Saffy einen Heiratsantrag, aber alles kommt ganz anders...



Story/Handlung/Dialoge/Spannung/Humor:

Die Geschichte ist in sich schlüssig und wirkt wie eine
moderne Variante von "Sex-and-the-city", bei der die
Werbedesignerin Saffy zu unglaublichem Selbstewusstsein
findet.


Ein Roman für Frauen, die sich über ihren Freund
ärgern, oder für Männer, die interessiert, was Frauen
wollen, jedoch immer mit ironischem Unterton.

Die Dialoge sind spannend und die Handlung entwickelt
sich zügig. 


Es steckt Symbolik in dem Buch, die z.B. in Form von Blumen ihren Ausdruck findet. Frau Griffin ist eine scharfe Beobachterin, die
Situationen bis ins Schmerzhafte ausreizen kann. Sie zeigt dem Leser die Eigenschaften von Personen durch Handlungen oder wie sie in den Augen anderer erscheinen: Klasse!


Zudem findet sich an fast jeder Stelle ein gutplatzierter
Lacher, das Geschlechterverhältnis betreffend.


Mein Fazit:
Die Emanzipation hört bei roten Rosen auf. ;-)



Referenz zum Buch: 
 
http://www.vorablesen.de/buecher/an-und-fuer-dich/leseeindruecke/frisch-locker-sex-and-the-city-feeling 


Sterne: **** von *****

Mittwoch, 3. Oktober 2012

"Krieg ich schulfrei, wenn du stirbst?"

Autor: Jess Jochimsen
Titel: Krieg ich schulfrei, wenn du stirbst?



Inhalt:
Tom treibt seinen Vater in den Wahnsinn. Der Knirps
stellt Fragen und sein Umfeld/Regeln in Frage.




Story/Handlung/Dialoge/Spannung/Humor:

Es gibt keine Handlung, sondern nur Begebenheiten.
Das macht aus dem Buch nicht mehr als eine
"Lose-Blatt-Sammlung"! :(


Da die Handlung fehlt, fehlt auch die Spannung.
Es gibt kein richtiges Ziel, das die
Protagonisten verfolgen. :(


Die Episoden sind okay, aber nicht überaus
witzig. Man kann es lesen, aber man wird sich
kaum vor Lachen ausschütten müssen.


Das alles wäre noch in Ordnung, wenn es
dafür lustig wäre - fällt aber eher in den
Bereich "putzig" oder "netter Versuch".

Nur das Buchcover ist gelungen.

Vielleicht ist der "Druck" für den Autor
beim xten Buch nicht mehr allzu hoch, etwas
Originelles zu schaffen?


Referenz zum Buch: 


http://www.vorablesen.de/buecher/krieg-ich-schulfrei-wenn-du-stirbst/leseeindruecke/humor 


Sterne: ** von *****

Rezension von "Ein wildes Herz"

Autor: Robert Goolrick
Titel: Ein wildes Herz

Genre: Literatur


Inhalt:

Offensichtlich handelt es sich bei diesem Roman um eine wahre Geschichte, die sich 1948 in Virginia ereignet hat.

Charlie Beale, die Hauptfigur, wird als "zwielichtiger Mann" vorgestellt, der nach langen Reisen sesshaft werden will, sich dazu ein Stück Land kauft und sich eine Arbeit als Metzger sucht. In der Fleischerei trifft er auf eine verheiratete Frau names Sylvan Glass, die ihn mit einem Blick in ihren Bann zieht. Zwischen den beiden entwickelt sich eine "amour fou". Er überschreibt ihr aus Liebe fast seinen ganzen Besitz, aber sie scheint meilenweit von seiner Realität entfernt zu leben. 

Sylvan lebt in einem imaginären "Hollywoodstreifen in ihrem Kopf" und alle Menschen in ihrem Leben sind nichts, als Statisten.

Boaty Glass, der Sylvan wie ein Stück Vieh vom Vater abkaufte, hat sie mit etwas in der Hand, was sie kaum aussprechen kann. Dieses furchtbare Geheimnis überschattet diese Liebe zu Charlie, der alles für sie tut. 

Zum Schluss sieht er sich mit den Scherben ihrer beider Leben konfrontiert...



Story/ Handlung/Dialoge/Spannung/Humor:

Die Landschaftsbeschreibung wirkt bemüht und blass. Dialoge gelingen dem Autor hingegen deutlich besser - hier gewinnen die Figuren Charlie Beale und Sylvan Glass Kontur. Die Stadtbewohner werden als gutgläubige, harmlose und berechenbare Menschen dargestellt - fast zu "klischeehaft". Sylvan dagegen erscheint als eine Art "Star" von einem fremden Planeten.

Der Wechsel zwischen den Erählperspektiven hat mich beim Lesen leider gestört. Humorvolle Elemente konnte ich ebenfalls keine ausmachen.

Leider kann der Leser bereits zu Beginn ahnen, dass die Liebe des Charlie Beale nicht gut verlaufen wird. Die ständige Erwähnung des Messersets aus Deutschland legt die Richtung nahe, in die die Geschichte sich bewegt. Zuviel soll an dieser Stelle nicht verraten werden...

Das Motiv aus dem Sylan heraus handelt, ist nicht nachvollziehbar. Im Gegenteil ich halte es für realitätsfern und unrealistisch.

Trotzdem muss man dem Autor lassen, dass er in der Lage ist, "Stimmungen" unterhaltsam zu schildern. Überraschende Momente fehlten beinahe vollständig. Die Spannung hielt sich aus diesem Grund ebenfalls in Grenzen, zumal das Ende am Anfang überdeutlich durchblitzte.

Meiner Meinung nach ist das Buch ganz okay/lesbar, aber kein Meisterwerk.

Referenz zum Buch: 


 
 http://www.vorablesen.de/buecher/ein-wildes-herz/rezensionen/vorhersehbar-aber-gut-geschrieben
Sterne: *** von *****

Montag, 1. Oktober 2012

"Kapital"

Autor: John Lanchester
Titel: Kapital



Inhalt:

Die Geschichte spielt 2007. Zu Beginn laufen
mehrere Handlungsstränge nebeneinander her.

Die 82-Jährige Petunia Howe lebt fast ihr
ganzes Leben in der Pepys Road 42. Vor
fünf Jahren verstab ihr Mann Albert. 


Da sie immer gebrechlicher wird, hat ihre
Tochter Mary einen Essenlieferservice
für sie bestellt, der sperrige Lebensmittel
nach Hause liefert.


Plötzlich liegt vor ihrer Haustür eine Postkarte
mit dem Spruch: "Wir wollen, was ihr habt!"


Im Haus gegenüber wohnt der Banker Roger
Yount mit seiner Frau Arabella sowie den Kindern
Joshua und Conrad. Er hat ein Problem: Er ist
bankrott, wenn er keine Provision in der Höhe
von 1.000 000 Pfund bekommt. Sein ganzer
Lebensstil ist zu kostspielig...



Story/Handlung/Dialoge/Spannung:

Die Idee ist gut. Die Handlung glaubhaft.
Spannung entsteht, als die alte Dame mit den
Lebensmitteln die Karte mit dem bedrohlichen Inhalt
vor der Tür entdeckt.


Außerdem fiebert man mit, ob Roger Yount
die Provison bekommen wird, die seine
Existenz vor dem Bankrott bewahrt.


Dia Dialoge sind okay, die Metaphern weniger.
Es wäre wünschenwert gewesen, wenn der
Autor die Personen weniger direkt beschrieben
und sie lieber über ihre Handlungen charakterisiert
hätte. Dadurch hätte der Text mehr Schwung
bekommen.


Trotzdem verfügt der Autor über eine scharfe
Beobachtungsgabe, was die Verhaltensweisen
von Menschen betrifft. 


Ich denke, er hätte es noch besser gekonnt...

Referenz zum Buch: 
  
http://www.vorablesen.de/buecher/kapital/leseeindruecke/gier

Sterne: **** von *****