Sollte es ein Motto geben, ist dies meines:

"Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein als ein rundes Nichts." Friedrich Hebbel

Welches Genre lest ihr?

Blutkrone; Genre: Historischer Krimi; Verlag: Net-Verlag; ISBN: 978-3-944284-07-1; Preis: 11,95 €; Erscheinungstermin: 24. Juni 2013

Sonntag, 5. Mai 2013

Wir sind die Ritter des NIE

Was zeichnet einen Ritter des Ni(e) aus?

Ihr denkt jetzt bestimmt an "Ritter der Kokusnuß". 
Fast!
Es meint das "Absurde" - für mich ist es
die ständige Negativität.

Ein "Ritter des Ni(e)" sagt und fragt: 

"Das schafft er nie!"
"Er oder sie kann es immer noch nicht!"
"Warum hast du nicht rechtzeitig Bescheid gesagt?" 

Stellt euch vor, in einem Text wimmelt es von solchen
Satzkonstruktionen. Was passiert dann? 

1. Der Leser benötigt zu lange, um den Sinn er 
   Aussage in seinem Kopf umzuformen und
2. Es klingt wenig eloquent - fast klobig.
3. Zudem möchte der Leser mit positiven Satzgebilden
   erfreut werden.
4. Der Leser legt das Buch weg. Chance vertan.

Statt ein "Ritter des Ni(e)" zu sein, könnte der
Autor so formulieren:

"Alle vorherigen Versuche scheiterten. Ich habe wenig
Hoffnung, dass es dieses Mal anders ist."
"Er oder sie muss mehr üben, damit ihr dies oder jenes
gelingt!"
"Aus welchem Grund hast du mir dies oder jenes verschwiegen?"

Der aufmerksame Leser hat bestimmt bemerkt, dass für diese
positiven Aussagen mehr Informationen nötig sind. Solche kann
man geschickt in die Sätze einarbeiten, weil der Text
dadurch lebendiger wirkt.

Mein Wunsch: weniger Negativität und mehr Details!
 

 
 

2 Kommentare:

  1. Vielleicht bin ich momentan nicht ganz 'up to date', aber ich kann nicht ganz nachvollziehen, worauf Dein Text Bezug nimmt. Oder meintest Du es 'ganz allgemein'? Insgesamt kann ich Dir nur zustimmen; und nicht nur aus der literarischen Perspektive. Es ist immer leichter, Kritik negativ zu äussern, als dieser Kritik ein positives 'Gewand' zu geben. Das erfordert erheblich mehr Aufwand, es setzt voraus, dass ich weiterdenke und meiner Kritik einen (besseren) Lösungsansatz beifüge. Das fordert einen deutlich mehr, als die Aussage: "Das ist nicht gut!"

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    1. Mein Text bezieht sich auf zwei Komponenten: 1.) auf den ganz normalen Menschen, der im Alltag so angesprochen wird und 2.) ist er für Autoren/Schreiberlinge/Wortakrobaten gedacht.

      In beiden Fällen wünschte ich mir mehr Konstruktivität. Ich bin es leid, ständig von negativen Aussagen umgeben zu sein. Überall hört man diese: in der Schule, Ausbildung, Berufsleben und in der Freizeit.

      Dabei ist es mir egal, ob ich oder andere Menschen so angesprochen werden. Es ist geringschätzig und negativ. Eine kleine Veränderung und schon kann der andere die Kritik annehmen. Für mehr Harmonie und Positivität im zwischenmenschlichen Umgang.

      Der Text entstand, weil ich mich u.a. über die ganzen Bücher geärgert habe, die nur "nicht, nie, kein, niemals" verwenden ...

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